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Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

Inhalt: Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Problemen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedanken beherrschen. Doch als eine 100000 Dollar Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Vielleicht kann sie trotz ihrer Ängste mehr sein als nur eine gute Tochter und Schülerin -  zumindest eine gute Freundin. Aza versucht es, und überwindet gemeinsam mit Daisy nicht nur kleine Hindernisse auf dem Weg zu Pickett,  sondern auch große Gegensätze, die sie von seinem Sohn Davis trennen. Für Aza wird es eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale.
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Autor: John Green
Verlag: Hanser
Seitenzahl: 281
Genre: Jugendbuch
Einzelband
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Kommentar:
Was mir sofort an dem Buch aufgefallen ist, ist das Cover. Das Buch hat nämlich genau genommen zwei Cover, wie ihr auf dem zugefügten Bild erkennen könnt. Ich finde beide Cover schön, besonders, da beide gut zu dem Buch passen. Auf beiden Covern sind Schildkröten und Spiralen zu sehen - zwei zentrale Symbole des Romans.

Die Thematik des Romans ist, wie es bei  John Green häufig der Fall ist, ernsthaft und behandelt Themen, welche sonst häufig totgeschwiegen werden. Hier geht es um Angst - und Zwangsstörungen. Ich finde, dass John Green in dem Roman gut dargestellt hat, wie es Betroffenen geht, sodass ich es gut nachvollziehen kann, obwohl ich mit einer solchen Erkrankungen nie zu tun hatte.
Zudem werden Themen wie Freundschaft, Liebe und Verlust und die damit verbundenen Hindernisse behandelt und realitätsnah von John Green dargestellt.

Der Roman ist bezüglich des Verschwindens von Russell Pickett bis zum Ende spannend. Auch möchte man wissen, ob Aza mit ihren Ängsten und Zwängen umzugehen lernt. Nichtsdestotrotz finde ich, dass sich einige Stellen ein wenig in die Länge gezogen haben.

John Greens Schreibstil hat großen Wiedererkennungswert. Er kann mit seinen Worten Gefühle ausdrücken und schafft es, eine Verbindung zum Leser zu schaffen. Bei John Green habe ich immer das Gefühl, dass er mich und die anderen jugendlichen Leser versteht. Er weckt Emotionen.

Charaktere: Aza hat mit vielen Problemen zu kämpfen und auch einige Schwächen. Sie ist sehr selbstbezogen und vernachlässigt, ohne es zu wollen, ihre Mitmenschen. Doch gerade diese enormen Schwächen lassen sie real wirken und sind realitätsnah. Ich mag Aza trotzdem und finde, dass sie eine schöne Entwicklung vollzogen hat.
Auch Daisy und Davis sind beide nicht perfekt, aber ich mag sie ebenfalls sehr.

Im Allgemeinen finde ich das Buch sehr gelungen. Es lohnt sich definitiv zu lesen, da ich die Thematik wichtig finde und John Green besonders Jugendliche mit dem Buch begeistern kann. Der einzige Kritikpunkt ist, dass es sich an manchen Stellen ziemlich gezogen hat.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen ☆☆☆☆

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